Trägheit der Masse

 

Ist es die Trägheit der Masse, die für viele Erkrankungen verantwortlich ist?

Es ist vielen Menschen eine bekannte Situation: nach kleinen „Sünden“ wie einem Glas Wein zuviel am Abend oder Stress zeigen Körper und Psyche Reaktionen, die unangenehm sein können. Doch liegt es in unserer Hand, etwas daran zu verändern?

 

Wie kommt es zu den negativen Umständen und Angewohnheiten?

Wichtig ist es zuerst, wie bei den meisten Situationen im Leben, die Ursachen zu finden. Die Ursachen für Probleme und Angewohnheiten, die geändert werden können und sollten. Denn ja, ein Haufen aller gesundheitlichen Einschränkungen und unangenehmen Symptome verursacht der Mensch selbst durch seinen gewohnten „Trott“ im Alltag, den man halt „so macht“. Den jeder bzw. viele Menschen so an sich haben und nicht ablegen können. Denn es ist die Trägheit der Masse der Menschen, die einen dazu bringt, oder besser gesagt fast zwingt, ein Mitläufer zu sein und zu bleiben. Was sollen schon einem bekannte Menschen und Freunde denken, wenn man plötzlich beginnt, Dinge zu tun, die anders sind, die zu einer Veränderung beitragen, die womöglich positiv ist und Probleme verschwinden lässt?

 

Der Weg ist das Ziel

Sollte es nicht das Ziel von uns Menschen sein, Dinge zu verändern? Zu überdenken? Zu verbessern? Zugegebenermaßen fällt es oft schwer, den ersten Schritt zu machen und sich auch den Zweifeln in seinen eigenen Gedanken und eben der Menge, die verankert in dem müden Alltag ist, zu stellen. Doch wie schön mag es wohl sein, eine Lösung für sich selbst zu finden, die einem zu einer besseren Gesundheit, ob nun physisch oder psychisch, verhilft und dann mit dieser Erkenntnis eventuell noch weiteren Menschen helfen zu können?

Es geht hierbei nicht darum, sich Dinge wie das Gläschen Wein oder die Schokolade zu verbieten, um dafür dann mit einer besseren Lebergesundheit oder ein paar purzelnden Kilos belohnt zu werden. Es geht darum, zu erkennen, dass Gesundheit nicht immer irrational ist und wir Verantwortung für unser Handeln übernehmen sollten. Es schafft Frieden sich nach einer langen Partynacht zu sagen: „Ok, mir geht es jetzt nicht gut, aber ich hatte gestern einen tollen Abend und viel Spaß. Das ist der Preis, den ich bereit bin zu bezahlen.“ ,anstatt: „Wie blöd, jetzt geht es mir schlecht und es wird mir auch den ganzen Tag nicht besser gehen.“

 

Verantwortung übernehmen bedeutet Schuld abgeben

Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sehen mag, Verantwortung für sich selbst übernehmen bedeutet Schuld abzugeben. Schuld, die man sich selbst gibt und Schuld, die man bei anderen sucht. Man könnte jetzt denken, dass Verantwortung Schuld im Grunde sehr ähnelt, doch der Unterschied ist: Schuld gibt man sich und Verantwortung trägt man. Mit anderen Worten: Schuld führt zu keiner Lösung oder Veränderung, weil der gefundene Grund und damit Schuldige eines Problems nur ein Fluchtweg und eine Dartscheibe aus und für die eigene Empörung über das Problem ist. Und ob nun jemand anderes oder man selbst der Schuldzugesprochene ist, es gibt keine Lösung für das Problem und dem Schuldigen wird zusätzlich geschadet. Verantwortung jedoch erweitert den Blickwinkel, denn man fühlt sich verantwortlich und somit fähig und in der Pflicht, die Dinge ins Positive zu verändern.

 

Wer also wirklich Veränderung und Lösungen finden möchte, sollte statt Schuldige zu suchen, Verantwortung übernehmen!

Wenn es heute wehtut, seien Sie stolz auf sich, sie haben die Tage zuvor entweder das Leben richtig gut genossen oder Leistung vollbracht. Beides ist wunderschön. Und bei beidem gibt es eine Reaktion. Denn es reagiert eben verzögert durch die „Trägheit der Masse“.

Übrigens selbst wenn Sie nichts tun, trifft sie die Verzögerung des „nichts tun“. Die Natur mag keinen Stillstand. Den bestraft sie meistens noch viel härter. Insofern sucht man sich lieber entweder Arbeit oder Freude beides irgendwie gleich. Denken Sie an den Muskelkater, der erst am nächsten Tag kommt. Der Muskelkater körperlich wie auch seelisch ist immer ein gutes Zeichen. Es geht voran.

 

Dimitrios Gorlas